Duo Violoncello und Orgel
Matthias von Hintzenstern, Violoncello *
Michael von Hintzenstern, Orgel
Das Duo hat sich auf die Wiederentdeckung romantischer Kompositionen des 19. Jahrhundert spezialisiert, die oftmals aus dem Umfeld von Franz Liszt stammen. Das liegt darin begründet, dass es über eine historische Spielstätte vor den Toren Weimars verfügt: die Dorfkirche in Denstedt, an deren Peternellorgel Franz Liszt 1860 „Orgelconferenzen“ und „Privatkonzerte“ durchführte. Dort hat es seither zahlreiche Werke präsentiert, die zu Unrecht in Vergessenheit geraten sind. Gerne gestaltet es außergewöhnliche Formate, wie z. B. „Romantische Musik bei Sonnenuntergang“.
Konzerte in Deutschland und der Schweiz, auch in Kombination von Violoncello und Harmonium.
In Vergessenheit geratene oder wiederentdeckte Werke (Auswahl):
Marie-Joseph Erb 1858-1944
Meditation
Theodor Kirchner 1823-1903
Zwei Tonstücke op. 92
Franz Liszt 1811-1886
Romance oubliée (Vergessene Romanze)
Josef Rheinberger 1839-1901
Drei Stücke aus op. 150:
Abendlied – Pastorale – Elegie
Camille Saint-Saens 1835-1921
Prière
Richard Wagner 1813-1883
Feierliches Stück nach dem Zuge zum Münster
aus „Lohengrin“ (Transkription: Fr. Grützmacher)
Théodore Dubois 1837-1924
In Paradisum
Hugo Becker 1863-1941
Romance für Violoncello und Begleitung op. 8 Nr. 1
Ignaz Moscheles 1794-1870
Melodisch-contrapunktische Studie über das Präludium h-Moll
aus J. S. Bachs „Wohltemperierten Klavier“ (Teil 1) op. 137
Ernest Bloch 1880-1959
Prayer aus „Jewish Life“ (1)
Edvard Elgar 1857-1934
Sospiri (1914)
Max Reger 1873-1916
Aria op.103, a
Olivier Messiaen 1908-1992
Louange á l`Éternité de Jésus
(Lob auf die Ewigkeit Jesu)
Maria-Theresia von Paradis 1759-1824
Sicilienne
Pressestimmen:
Andachtsvoll interpretierte das Duo Liszts ‚Romance oubliée’. Die klare Melodieführung des Streichinstrumentes unterstrich der Cellist mit kraftvollem Vibrato, ziganeske schnelle Passagen ebenso virtuos meisternd wie ruhige Schwebeklänge, die selbst piano noch den Genuss des Vollklangs boten, ohne vom Orgelhintergrund erdrückt zu werden ...“
Zürichsee-Zeitung
„In der ‚Elegie’ aus op. 150 von Josef Rheinberger konnte man erstmals den schlanken, fast oboenhaften Klang des alten italienischen Violoncellos (Rom, 1735) von Matthias von Hintzenstern hören. Herb und ‚con sordino’ gab das Cello das Thema, das in fein abgestimmten Registern der Orgel wieder aufgenommen wurde ... In einer empfindsamen, eindringlichen Interpretation kam der ungewöhnliche Klangzauber des Cellos zur Geltung. Ungewohnt durch die helle, nasale Einfärbung des Cellos erstanden die zwei schönen Tonstücke von Theodor Kirchner in einer engagierten Wiedergabe.
Der Landbote, Tagblatt von Winterthur und Umgebung
* Matthias von Hintzenstern - Violoncello/Obertongesang
Matthias von Hintzenstern studierte Violoncello an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar. Parallel zur musikalischen Ausbildung erste Beschäftigung mit Bildender Kunst. Seit 1976 als Orchestermusiker tätig, zunächst im Staatlichen Sinfonieorchester Thüringen (Gotha) und seit 1980 im Philharmonischen Orchester des Theaters Altenburg-Gera. 1980 bis 1983 Zusatzstudium im Fach Viola da Gamba an der Leipziger Musikhochschule bei Prof. Siegfried Pank. - 1980: Gründungsmitglied des Ensembles für Intuitive Musik Weimar (EFIM). Gastspiele in 30 Ländern. Soloprogramme: Violoncello und Obertongesang. Seit 1998 jährliche Workshops und Konzerte mit dem seither bestehenden Ensemble „tangokonzert.de“: „Tango kreativ – Astor Piazzolla – Vermächtnis und Inspiration“ - seit einigen Jahren auch als Bandoneon-Spieler! - Zahlreiche Ausstellungen seiner Bilder, Collagen und Raum–Klang–Installationen zusammen mit seiner Frau Angelika Kühn von Hintzenstern. - 2007: Einweihung des von ihm konzipierten Denkmals „Den Opfern politischer Gewaltherrschaft“ in Gera.
Michael und Matthias von Hintzenstern in Klosterneuburg bei Wien.